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Hypnose - Verhaltenstherapie

"...Toll ist, dass ich kein Verlangen nach Süßem spüre, einfach gar nicht..."

Doris Zechner



 

 

 

 

 

 

 

 

Peter  Kerschbaumer

Psychotherapeut in Ausbildung unter Supervision
Verhaltenstherapie

Röthweg 1
8940 Liezen


+43 664 8315290
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©2017 Peter Kerschbaumer
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Vorab ein paar wichtige Worte

 

Ich bitte Sie, diese Seiten aufmerksam zu lesen und sich so auf die Hypnosesitzung vorzubereiten!

Hypnose kann Ihnen in vielen Bereichen helfen. Hypnose ist dabei auf jeden Fall Teamarbeit und das bedeutet, dass sich auch der Hypnoseklient, also Sie, auf die Hypnosesitzung vorbereiten sollte.

Insbesonders die Kenntnis der hier angeführten Inhalte hilft, Vorurteile und Ängste zur Hypnose abzubauen oder gar nicht erst aufkommen zu lassen. Der Erfolg der Hypnose wird davon maßgeblich mitbestimmt.

Das bißchen Zeit für diese Vorbereitung ist also sicherlich sehr gut investiert.

Jede Hypnosesitzung beginnt mit einem Vorgespräch. Ich werde Ihnen dabei viele Fragen, die vielleicht noch offen geblieben sind, beantworten können. Ein gutes Verständnis von Hypnose und auch deren Wirkunsgweise hebt erfahrungsgemäß den Erfolg der Hypnoseanwendung deutlich an.

Es ist tatsächlich sehr leicht in Hypnose zu gehen, die Veränderungen sind meist auch umgehend, zumindest jedoch in wenigen Tagen spürbar. 

Im Zuge des Vorgespräches wird eine ausführliche Anamnese erhoben. Ergeben sich daraus Hinweise auf eine psychische Erkrankung so wird auch ein diagnostischer Prozess durchgeführt. Dazu wird Ihnen im Vorfeld auch ein Fragebogen übermittelt.

Bei verschiedenen psychische Erkrankungen (zB. Posttraumatische Belastungsstörung, Schizophrenie, Psychosen) ist Hypnose möglicherweise kontraindiziert. EIn besondere Betrachtung muss auch bei Epilepsie angestellt werden. Es hängt immer vom Einzelfall ab und muss die Hypnose jedenfalls entsprechend in einen Therapieprozess eingebettet und sensitiv geführt werden. Dazu ist eine vollständige Anamnese und Diagnostik erforderlich und Voraussetzung.

Wenn Sie bei einem anderen Therapeuten oder Arzt in Behandlung sein, sollten sie dessen Zustimmung im Vorfeld einholen damit dieser die Hypnose in seine Therapieplanung einfügen kann.

 

Jeder war schon unzählige Male in Hypnose

Das Mädchen ist ganz offensichtlich in Trance

Jeder ist oft mehrmals am Tag in Trance. 

Trance nennt man den Zustand, Hypnose ist der Weg dorthin und der Zustand im Gesamten.

Was haben Sie davon schon erlebt?

  • Im Bett: der Moment bevor sie aufwachen. Sie hören bereits alles, nehmen alles wahr, "schlafen" aber noch.
  • Im Auto: Sie können sich nicht mehr an die letzten Minuten/Kilometer erinnern. Diese Phänomen hat einen Namen: "Autobahntrance" oder "Autobahnhypnose".
  • Das Ziel jedes Läufers ist das "runners high" - in Trance sind sie aber auch ohne diesen Endorphinkick. Sie haben das Gefühl die Zeit ist sehr schnell vergangen und an manche Streckenabschnitte können Sie sich vielleicht gar nicht mehr erinnern.
  • Sie haben gegessen, können aber schon kurze Zeit danach nicht mehr sagen was sie gegessen haben - sie waren in Trance.
  • Längst sind sie satt, aber sie essen einfach weiter und weiter ...
  • Computerspiele: Sie kennen das vielleicht von sich selbst oder den Kindern. Man ist so sehr ins Spiel vertieft, dass man nicht einmal registriert wenn man angesprochen wird - tiefste Trance.
  • Sie lesen und sind dabei so in Ihr Buch vertieft, dass Sie die Welt um Sie herum nicht mehr wahrnehmen.
  • Ins Narrenkastl schauen: Ihr Blick ist ins Leere gerichtet und sie waren für einen Moment, oder länger, gar nicht richtig da.
  • Plötzlich entdecken Sie einen blauen Fleck oder eine kleine Verletzung: Während der Tätigkeit waren Sie dermaßen abgelenkt, dass Sie den Schmerz nicht wahrgenommen haben. Der medizinische Begriff dafür: Analgesie.
  • Sie suchen etwas was direkt vor Ihnen auf dem Tisch liegt? Es handelt sich dabei um eine negative Halluzination welche überaus tiefe Hypnose voraussetzt.
  • u.v.m

Sie sehen also, dass Hypnose ein völlig natürlicher Zustand ist, den jeder immer wieder erlebt. Somit ist es auch klar, dass grundsätzlich jeder hypnotisierbar ist.

Der einzige Grund nicht tief in Hypnose zu gehen ist Angst vor Kontrollverlust. Hypnose ist ein völlig natürlicher Zustand. Gerade weil Hypnose ein natürlicher Zustand ist fühlt sich eine Hypnose im Anwendungskontext sehr vertraut an.

Hypnose ist weder Schlaf noch Koma

Hypnose oder Trance tritt im Alltag immer wieder auf. Trance ist ein so natürlicher Zustand den wir ihn oft gar nicht bemerken.

Wenn Sie tagsüber es nicht einmal merken in einem Trancezustand zu sein, so dürfen Sie auch nicht erwarten, dass Sie den Zustand Hypnose fühlen können. Das geht ganz einfach nicht. Sie spüren freilich eine Entspannung - diese ist jedoch nicht mit Hypnose zu verwechseln. Hypnose können Sie nicht wahrnehmen, Sie haben keinen Sinn dafür. Sehr reflektierte Menschen können aber den veränderten Bewusstseinszustand, vergleichbar mit dem "Narrenkastl", erkennen.

Ich kann die Hypnose auch mit einem Biofeedback Messgerät aufzeichnen. Daran können Sie dann ersehen, welche physiologischen Veränderungen die Hypnose bei Ihnen bewirkte. Man kann Hypnose auch an anderen Anzeichen erkennen. Vielleicht lassen sich Ihre Augen nicht mehr öffnen, sie können sich nicht mehr bewegen oder es bewegt sich etwas ganz von alleine.

Fast alle Menschen glauben, man nimmt in der Hypnose nichts mehr wahr. Das ist nicht der Fall. Auch wenn Sie tagsüber in einem Trancezustand sind, sind sie weder bewusstlos noch befinden Sie sich in einer Art "Narkose". Die Vorstellung in der Hypnose nichts mitzubekommen ist schlichtweg falsch.

Ich empfehle meinen Klienten zu versuchen alle Erwartungen loszulassen. Der Versuch den Hypnosezustand zu analysieren bzw. zu bewerten ist durchaus natürlich, besonders hilfreich ist er jedoch nicht. Sie unterstützen Suggestionen ganz einfach indem Sie zuhören, sich das Gesagte möglichst (jedoch nicht verkrampft) bildhaft vorstellen und einfach auf sich wirken lassen.

Hypnose kann durch bewusste Kontrolle gehemmt werden. Das Wollen und auch das Kontrollieren behindert ebenso wie das Bewerten die Hypnose. Am besten wollen Sie einfach gar nichts, lassen alles einfach geschehen und machen sich keine Gedanken darüber ob es nun schon Hypnose ist oder nicht. Die überwiegende Zahl der Klienten ist ohnehin bereits nach wenigen Sekunden in Trance.

Ähnlich dem Schlaf könnten Sie Hypnose wenn überhaupt dann noch am ehesten mit dem Wunsch unbedingt in Hypnose gehen zu wollen verhindern. Hypnose ist wie der Schlaf ein Geschehenlassen, ein Vertrauen - dann gehen Sie in Hypnose bzw. dann schlafen Sie ein.

In der Hypnose öffnet sich bildhaft gesprochen ein Tor zu Ihrem Unbewussten. Die Suggestionen ziehen sozusagen am Bewusstsein vorbei direkt ins Unterbewusstsein. Dabei beobachtet das Bewusstsein die gesamte Kommunikation, kann sie jedoch nicht entscheidend beeinflussen - wohl aber unterstützen. Sie hören also wie ich mit dem Unterbewusstsein spreche oder sie merken, wie sich ein Finger hebt, ohne dass Sie ihn bewusst bewegt haben.

 

Die größten und häufigsten Irrtümer zu und über Hypnose und die Fehlinformationen

  • Hypnose sei Ausdruck eines schwachen Willens: Genau das Gegenteil ist der Fall: Je intelligenter Sie sind, desto leichter gehen Sie in Hypnose. Intelligenzgeminderte oder stark konzentrationsgestörte Menschen hingegen sind nur schwer hypnotisierbar.
  • Man kann auch gegen seinen Willen hypnotisiert werden: Man kann zwar mit einer Blitzhypnose eine Trance einleiten, Suggestionen werden jedoch gegen den Willen nicht angenommen.
  • Hypnose macht Kopfschmerzen: Die Entspannung in der Hypnose lässt Kopfschmerzen vielfach verschwinden. Ganz auszuschließen ist es aber nicht (laut einer Studie von Mac Hovac 1996 treten Nebenwirkungen bei 2% der Hypnotisierten auf)
  • Mein Geist wird geschädigt: Ganz klar nein. Ihr Geist wird in keinster Weise verändert
  • Man spielt mit der Seele des Menschen: Hypnose ist keine esoterische oder religiöse Tätigkeit. Die Verbindung Bewusstsein, Unterbewusstsein und Seele wird nicht verändert
  • Mein Wille wird kontrolliert: Hypnose ist kein Zustand der Willenslosigkeit. In der Hypnose wird Ihnen nichts genommen sondern gegeben - die Fähigkeit mit dem Unterbewusstsein direkt und unmittelbar in Kontakt zu treten, wodurch Sie besseren Zugang zu Ihren Ressourcen, Talenten und Selbstheilungskräften haben.
  • Ich mache in Hypnose etwas, was ich nicht will oder soll: Es ist seit vielen Jahren nachgewiesen, dass Sie in Hypnose nichts tun werden, was Sie nicht auch ohne Hypnose tun würden. Milton Erickson, einer der bekanntesten und berühmtesten Hypnosetherapeuten führte mehr als 800 Experimente durch, um zu sehen, ob seine am leichtesten zu hypnotisierenden Patienten Suggestionen akzeptierten und ausführten, die darauf abzielten, kriminelles, unmoralisches, antisoziale oder selbstdestruktives Verhalten zu erzeugen. Er berichtete, dass es ihm in keinem einzigen Fall gelungen ist.
  • Geheimnisse können ausspioniert werden: Sie sagen nur, was Sie auch sagen wollen. Hypnose kann nicht dazu verleiten etwas auszuplaudern.
  • Hypnose ist eine Art Wahrheitsserum: Man kann in Hypnose auch lügen. Das ist wohl auch ein Grund, warum Hypnose nicht als Beweismittel vor Gericht zugelassen ist.
  • Ich bleibe in Hypnose stecken: Seit hunderten Jahren wird Hypnose praktiziert und es ist kein einziger derartiger Fall dokumentiert. Eher liegt die Herausforderung darin, jemanden in Hypnose zu halten.
  • Hypnose ist in irgendeiner Weise gefährlich: Niemand wird durch die Trance in irgendeiner Weise geschädigt worden. Was aber sehr wohl passieren kann ist, das nicht aufgearbeitete Erlebnisse und/oder Traumata aus Ihrer Vergangenheit an die Oberfläche gelangen und vergangene Gefühle reaktiviert werden. Dies bietet dann die große Chance diese dann mit einem Therapeuten aufzuarbeiten. Hypnose kann zudem psychotische Zustände antreiben. Deshalb ist ein Hypnose auch Therapeuten vorbehalten. Nur sie sind in der Lage schwierige Situationen unmittelbar zu lösen und Sie aufzufangen.
  • Man schläft in Hypnose: Sie schlafen ebenso wenig in Hypnose wie Sie das etwa bei einem Tagtraum oder im Narrenkastl tun. In der Hypnose wird ein Entspannungszustand hergestellt der von außen gesehen einem Schlaf ähnlich sein kann. Deshalb ist die Suggestion "Schlaf" sehr gut dazu geeignet die körperliche Reaktion auszulösen. Sie bekommen trotzdem alles mit, schlafen nicht und sind auch nicht bewusstlos.
  • Hypnose fühlt sich ... an: Der Mensch hat keine Sinne um Hypnose zu fühlen. Oft wird es mit dem Entspannungsgefühl verwechselt. Es gibt aber auch eine Akitvwachhypnose welche im Hochleistungssport eingesetzt wird und mit Entspannung absolut nichts zu tun hat. Hypnose erkennen Sie an Erfahrungen, die sie nur in Hypnose machen können - diese sind aber kein "Hypnosegefühl"

 

 

Hypnose wirkt

Nach der Einleitung der Hypnose fühlen Sie sich entspannt und wohl. Sie hören die Musik, meine Stimme und verstehen alles was ich sage. Sie können möglicherweise auch auf meine Fragen antworten. Deshalb zeige ich Ihnen in der Hypnose, dass Sie auch wirklich in Hypnose sind. Ich kann diesen Zustand von außen an Hand Ihres Verhaltens, Ihrer Mimik und einiger Reflexe sehr gut einschätzen - viel besser als Sie selbst.

Es ist sehr wichtig, dass Sie Zweifel und Bedenken loslassen und sich voll auf die Hypnoseanwendung einlassen. Wenn es etwas gibt das Sie zweifeln lässt, sprechen Sie es bitte im Vorgespräch an. Ich werde Ihnen dann alles genau erklären und Ihre möglichen Zweifel so gut es geht ausräumen. Somit ist es sehr wahrscheinlich , dass Sie die Suggestionen gut annehmen können und nicht nachträglich durch Ihre Zweifel ablehnen.

Viele KlientInnen berichten wie es sie fasziniert und beeindruckt welche Kraft Ihr Unterbewußtsein hat und merken deshalb welch kräftiger Veränderungsprozess mit reeller Chance auf Erfolg begonnen hat. Sie erleben die Kraft Ihres Geistes und erfahren wie die Kraft mit der Hypnoseanwendung mobilisiert und für Ihre Anforderung genutzt wird.

Wie bei jeder anderen Behandlungsmethode kann auch die Hypnoseanwendung keine Wunder vollbringen. Eine Ergebnis kann von niemanden und für kein Thema garantiert werden. Nicht nur die Hypnoseanwendung selbst ist für die Lösung verantwortlich sondern auch die Komplexität des Themas, wie lange es bereits besteht und nicht zuletzt ob Sie auch bereit ist, sich auf eine Veränderung einzulassen. Es kann durchaus aufrechterhaltende Faktoren geben welche die Veränderung hemmen oder behindern. Diese herauszufinden ist dann Aufgabe anderer verhaltenstherapeutischer Interventionen. 

Die wohl wichtigste Voraussetzung ist, dass Sie die wirkliche innere Bereitschaft mitbringen aktiv mitzuarbeiten. Eine passive "Mal sehen" Haltung oder eine "Mach Weg" Einstellung führen meist dazu, dass der Erfolg aus- oder zumindest weit hinter den Möglichkeiten zurückbleibt.

Besonders wesentlich für den Erfolg der Hypnoseanwendung ist Ihre Bereitschaft in Selbstorganisation (etwa mit Selbsthypnose) an Ihrem Thema weiterzuarbeiten. Diese regelmäßige Selbsthypnoseanwendung verstärkt in fast allen Fällen den Erfolg und hilft diesen nachhaltig abzusichern.

Die von mir angewendete Form der Hypnoseanwendung wirkt zuverlässig und ist besonders kraftvoll. Ich schaffe damit die Rahmenbedingungen zum Erfolg der Anwendung. Den Weg gehen Sie dann selbst.

Studien zum Thema Hypnose und der Wirksamkeit

Wie lange dauert es bis zum Erfolg

Der Erfolg einer Hypnoseanwendung teilt sich immer in zwei Stufen

  1. Die augenblickliche Veränderung
  2. Der langfristige Veränderungsprozess

Es kommt sehr häufig vor, dass Hypnoseklienten bereits unmittelbar nach der Sitzung von erheblichen Erfolgen berichten. Immer wieder wird während der Sitzung eine Art "Aha" Erlebnis empfunden. Es ist durchaus möglich, dass zu diesem Zeitpunkt schon Anliegen erfüllt sind und man auch langfristig erfolgreich bleibt. Dies ist in der Regel dann der Fall, wenn es sich um verhältnismäßig einfaches, klares Thema handelt.

Vielfach braucht die Lösung ebenso Zeit wie das zu Grunde liegende Thema nicht von einem Tag zum anderen entstanden sind.

Die intensive Arbeit in der Sitzung bzw. den Sitzungen leitet den Veränderungsprozess ein und setzt ihn in Gang. Er kann sich in den nächsten Tagen, Wochen und Monaten entfalten und stabilisieren. Geben Sie ihm die Chance zu wachsen und hegen und pflegen Sie ihn.

Das Thema ist meist durch Muster im Denken, Fühlen und Handeln entstanden. Die Lösung des Thema setzt somit auch eine Veränderung des Menschen und seiner Handlungen voraus. Die Hypnose hilft Ihnen dabei sich von Ihren Themen und Mustern zu lösen. Dies erleichtert den Veränderungsprozeß erheblich bzw. ermöglicht ihn oftmals erst.

Erwarten Sie bitte nicht, dass Sie außer die Hypnose zu empfangen nichts tun müssen.

Langfristig ist Ihr Thema nur zu lösen, wenn Sie die Veränderungen auch in Ihr Leben integrieren. Den Erfolg einer Hypnoseanwendung zu garantieren ist ebenso unmöglich wie etwa die Heilung einer Krankheit von keinem, noch so guten Arzt garantiert werden könnte.

Das klassische Beispiel dazu ist das Abnehmen. Sie sind sehr wahrscheinlich in der Lage nachhaltigen Erfolg mit Unterstützung von Hypnose zu erzielen, wenn Sie dabei auch bereit sind Ihr Leben, Ihre Ernährung umzustellen und sich ausreichend zu bewegen.

Die Hypnoseanwendung ist somit nicht mit Ende der Sitzung beendet. Nutzen Sie die Selbsthypnose und verwenden Sie die MP3 Dateien, wo die Suggestionstexte oder auch nur Entspannungsübungen Ihnen helfen können weiter loszulassen, das Thema weiter zu beheben.

 

 

Hypnoseanwendung in Theorie und Praxis

Die drei Ebenen des Bewusstseins:

  • Das Bewusstsein
    • Sitz des rationalen bzw. analytischen Verstandes. 
    • Sitz des Willens, der dem Körper kurzzeitig Energie zur Verfügung stellen kann.
    • Sehr begrenzt in seiner Kapazität, es können nur wenige Informationen gleichzeitig verarbeitet werden.
    • Hier residiert der Wille (der wie ein Adrenalinstoss für den Körper jedoch immer nur kurzzeitig Energie zur Verfügung stellt).

  • Das Unterbewusstsein
    • Sitz des permanenten Gedächtnis, welches alles in Ihrem Leben speichert
    • Beinahe unbegrenzt in seiner Kapazität, es können immens viele Informationen gleichzeitig verarbeitet werden.
    • Hier sind Gewohnheiten und Glaubenssätze verankert.

  • Das Unbewusste (autonome Nervensystem):
    • regelt alle autonomen Körperfunktionen (zB. Atmung, Herzschlag, etc.)
    • löst körperlich bedingte emotionale Reaktionen aus (zB. Schmerz)
    • löst Schutzreflexe aus (Hand wegziehen, Kniereflex etc.)

Die kritische Schranke

Der kritische Schranke ist sozusagen der Übergang von Bewusstsein zum Unterbewusstsein. Es vergleicht Wahrnehmungen mit alten Mustern, Glaubenssätze usw.. Durch die kritische Schranke werden die im Unterbewusstsein gespeicherten Informationen aktiviert und für das Bewusstsein verfügbar gemacht. Von der kritischen Schranke nicht als passend angesehene Dinge sind somit bewusst nicht, oder zumindest nur sehr schwer, nämlich durch vorherige Veränderung der Schranke veränderbar.

Genau deshalb ist es schwer, neue Überlegungen (Rauchen aufhören, Gesündere bzw. andere Ernährung, Bewegung und Sport etc.) und neue Glaubenssätze (bin liebenswert, darf glücklich sein etc.) zu verinnerlichen. Sie gehen nicht durch die kritische Schranke, bleiben zwar im Bewusstsein und können dort auch kurzzeitige Reaktionen auslösen, verankern sich aber nicht im Unterbewusstsein und schaffen nachhaltige Veränderung. Gerade die im Unterbewusstsein verankerten Gegensätze dazu (Rauchen, Essen, Faulheit etc.) und einschränkenden Glaubensätze (bin nichts wert, werde es zu nichts bringen etc.) sind dann mit Willenskraft allein nicht veränderbar. Hinzu kommen noch weitere erlernte ("konditionierte") Verhaltensweisen die stabil verankert sind.

Die Verinnerlichung der neuen Überlegungen im Unterbewusstsein ist dann letztlich nur auf zwei Arten möglich:

  1. Wiederholung, also immer wieder probieren und damit schließlich das Verhalten, die Schemata und die Muster zu verändern
  2. Hypnose, also eine Tor zum Unterbewusstsein durch die Schranke hindurch zu öffnen

 

Wie werden nun Suggestionen verinnerlicht?

... mit der Kraft der Hypnose.

Per Definition beschreibt die Hypnose das Umgehen der kritischen Schranke und das Verinnerlichen eines Denken, das der Zielerreichung dient.

Hypnose umgeht einfach die blockierende Instanz. Somit erscheint es auch klar, dass es in der Hypnose nur unterstützend sein kann, wenn man über die Suggestion nicht nachdenkt, sie nicht bewertet. Ansonsten wird das Bewusstsein aktiviert und das Umgehen der Schranke erschwert.

Stellen Sie sich einfach, möglichst bildhaft vor, was ich suggeriere und lassen Sie es geschehen. Das ist der Weg zum Erfolg!

 

Deshalb klärt sich nun auch, warum ein extrem kontrollierender Mensch in einer Hypnoseanwendung eher weniger Erfolg haben wird. Niemand ist aber seinem Denken und Tun ausgeliefert. Für diese KlientInnen ist es erforderlich zuerst am Kontrollieren zu arbeiten. Was steckt dahinter, welche Funktion hat diese Kontrolle. Damit kann man auch einen Veränderungsprozess in Gang setzen der letztlich ein positive Hypnoseanwendung doch ermöglicht. 

 

Was bedeutet überhaupt loslassen und wieso ist das wichtig

Mir gefällt hier der Vergleich mit dem Computer besonders. Ihr Bewusstsein ist der Nutzer (User). Sie können alles Mögliche tun, haben aber keinen Zugriff auf die zu Grunde liegenden Einstellungen. Dazu brauchen Sie den Administrator, in unserem Fall ist das das Unterbewusstsein. Sie haben den Administrator stehts bei sich. Falls Sie nun eine neue Software installieren wollen - sagen wir dazu Gewohnheiten, Denkmuster etc. brauchen Sie sich nur an den den Administrator zu wenden. Der wird dann die Änderungen auf Ihrem Computer für Sie durchführen und Ihnen dann die Tastatur wieder zurückgeben. Sie werden Ihrem Administrator einfach vertrauen und ihm erforderlichenfalls helfen, kaum werden sie ihn kontrollieren und hinterfragen. Sie lassen den Computer sozusagen einfach, und sogar wörtlich gesehen los. Hinterfragen Sie alles, was der Administrator macht, dann behindern Sie ihn bei seiner Arbeit. Das Ergebnis wird sein, dass er viel länger braucht und vielleicht gar die Lust verliert Ihnen zu helfen.

Wie schon beschreiben, ist es für ein Umgehen der kritischen Schranke wichtig nicht kritisch zu sein. Lassen Sie los und haben Sie Vertrauen in den Teil in Ihnen, der alle Fähigkeiten und Ressourcen hat um die gewünschte Veränderung herbeizuführen. Dieser Teil in Ihnen, Ihr Unterbewusstsein, kann dann die Arbeit machen, wenn Sie es lassen - ganz ähnlich wie der Administrator in unserem Beispiel.

In Hypnose sind Veränderungen ganz leicht. Alle Schritte der Veränderungen geschehen in der Abfolge und werden nacheinander durchlaufen. Die Änderung macht ihr Unterbewusstsein, also Sie selbst.

 

 

Die wichtigsten Voraussetzungen

Am wichtigsten ist Ihre Bereitschaft zur Veränderung

Sie haben bestimmt schon lange über Ihr Thema nachgedacht und allein, dass Sie sich damit beschäftigen und Geld dafür ausgeben wollen ist schon ein starkes Zeichen. Ohne die Bereitschaft zur Veränderung und mit einer passiven Haltung ist die Aussicht auf Erfolg zumindest stark eingeschränkt. Gerade wenn der Wille die Veränderung aktiv anzugehen da ist und Sie es auch wirklich tun, Sie also Aktivität zeigen, werden Sie von einer Hypnoseanwendung erheblich profitieren können.


Die Einstellung zu den Suggestionen

Den Willen zur Veränderung setze ich voraus. Dann ist Ihre eigene Einstellung die entscheidende Instanz, ob die Suggestion ins Unterbewusstsein gelangt und wirkt oder zurückgewiesen wird. Leider haben Sie keine Wahl, Sie müssen unter den nachfolgenden Einstellungen und damit natürlich auch ihren Folgen wählen:

  1. Die Suggestion gefällt mir. Es ist klar und ich weiß, dass sie wirkt.

Mit dieser Einstellung kann die Suggestion in Ihr Unterbewusstsein gelangen und die Veränderung beginnen.

Die drei folgenden Einstellungen hemmen hingegen stark:

  1. Die Suggestion widerspricht stark Ihren Werten, Normen und Prinzipien und ist nicht mit Ihrer moralischen, ethischen oder religiösen Einstellung vereinbar.
  2. Eine neutrale Haltung bei der es Ihnen gleichgültig ist ob die Suggestion angenommen wird bewirkt eine Zurückweisung.
  3. Sie mögen die Suggestion und hoffen auf eine Wirkung. Diese Hoffnung bedeutet immer ein Versuchen. Der Versuch wiederum impliziert die Unwirksamkeit.


Sie sehen, ein Hoffen oder Versuchen reicht nicht aus. Sie müssen die Veränderung wirklich wollen und davon überzeugt sein, dass die Veränderung eintreten kann.

 

Ihre Bereitschaft zur Kooperation

Sehr wichtig ist, dass Sie sich auf mich einlassen und die Bereitschaft mitbringen meinen Instruktionen zu folgen. Sie sind ExpertIn für Ihr Leben, ich Experte für Veränderungsmethoden.

Hypnose ist ebenso wie Therapie Teamarbeit und in einem Team ist Kooperation sehr wichtig. Hypnose ist kein Machtinstrument und auch keine Methode bei der gegen Ihren Willen oder ohne Ihr Zutun etwas bewegt werden kann.

Der Prozess der Suggestion und des Reframings ist ein kraftvoller, bewährter Ablauf durch den ich Sie gerne hindurchführe und begleite. Lassen Sie sich darauf mit Vertrauen ein, kann er seine ganze Kraft entfalten und die Ergebnisse das Mögliche erreichen.

 

Die zwei stäkrsten Saboteure der Hypnose

  1. extremes Kontrollbedürfnis
  2. extrem kritischer, rationaler Verstand

 

Meist resultiert das Kontrollbedürfnis aus Zweifel, Angst und falschen Vorstellungen. Wenn Sie diese Seiten aufmerksam durchgearbeitet haben, wissen sie, dass Sie keine Angst haben brauchen und kennen die wesentlichen Parameter einer Hypnose. Sie wissen also, dass Sie weder willenlos sind noch Ihr Bewusstsein sozusagen überrumpelt wird. Es gibt jedoch Menschen, die dermaßen skeptisch allem anderen gegenüber sind, dass sie auch in einer Hypnose nicht loslassen können. Wenn Sie sich als solchen Menschen einschätzen, sollten wir zuerst an diesem Thema arbeiten.

Suggestionen werden dann von Ihrem Unterbewusstsein optimal angenommen, wenn der Verstand zur Ruhe kommt. Alles verstehen zu wollen ist ebenso hinderlich wie es kontrollieren zu müssen. Ich bringe dazu gerne das Beispiel des Handys. Jeder benutzt ein Handy, nahezu keiner versteht wie es funktioniert. Sehen Sie sich dazu einfach das Video von Prof. Dr. Hans Peter Dürr an - Sie werden sehen, dass man auch ein Handy nicht versteht und es trotzdem wie selbstverständlich nutzt, warum nicht also auch eine Hypnose.

Der rationale Verstand wird bei entsprechender Veranlagung immer dann stark aktiviert, wenn Sie daran zweifeln überhaupt in Hypnose zu sein. Deshalb zeige ich Ihnen bei jeder Hypnose, dass Sie auch in diesem Zustand sind.

Es ist möglich, dass Sie in Hypnose bzw. Selbsthypnose das Gefühl haben in einem anderen Bewusstseinszustand zu sein. Keinesfalls ist dieses Gefühl Voraussetzung einer funktionierenden Hypnose und lässt auch keinen Aufschluss auf die Hypnosetiefe zu. Sogar der überwiegende Teil der Menschen erlebt dieses Gefühl nicht. Umso wichtiger erscheint es mir, Sie wissen zu lassen, dass Sie in Hypnose sind. Mit einem Schlag sind dann die Zweifel weg und der rationale Verstand kann sich beruhigen.