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Hypnose - Verhaltenstherapie

"...es kommt hin und wieder mal "Sehnsucht" auf, aber die ist dann ganz schnell wieder verdrängt..."

Irene Santner



 

 

 

 

 

 

 

 

Peter  Kerschbaumer

Psychotherapeut in Ausbildung unter Supervision
Verhaltenstherapie

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Was genau ist Hypnose ?

Der durch eine Hypnose hervorgerufene Zustand (Trance) kann weder mit einem Schlafzustand noch mit einer Narkose verglichen werden. Vielmehr entspricht er dem Zustand, in dem sich ein Mensch im "Narrenkastl", eine vorübergehende Geistesabwesenheit, befindet. Dieser Zustand wird vom Hypnotiseur vertieft und stabil gehalten.

In der Hypnose wird das Bewusstsein - je nach Tiefe der Trance - mehr oder weniger stark eingeengt und ist nur mehr am Rande beteiligt.

Hypnose ist eine Standardmethode der Verhaltenstherapie und gehört zu den imaginativen Verfahren.

Ist jeder Mensch hypnotisierbar?

Grundsätzlich ist jeder Mensch hypnotisierbar der sprachlich und kognitiv dem Hypnotiseur folgen kann. 

Die Frage ist immer, welche Hypnose man nutzen will. Im Zuge einer Hypnosesitzung, etwa zur Raucherentwöhnung oder der Gewichtsreduktion, kann fast jeder schnell und tief in eine hypnotische Trance geführt werden. In angenehmer, ruhiger Atmosphäre, meist im Liegen und mit entsprechender Hintergrundmusik und vor allem den Willen es zuzulassen befindet man sich dann in weniger als einer Minute in tiefer Trance.

Etwa 20% sind derart suggestibel, dass sie sofort und nahezu ohne weiter Vorbereitung hypnotisiert werden könnten. Dies wird insbesonders bei Shows genutzt. Mit einem Blitzhypnoseverfahren (oft Umfallen, Handshake oder ähnlichem) ist man in wenigen Sekunden in ausreichend tiefer Hypnose für die Vorführung.

Eine Hypnose ist allerdings faktisch unmöglich, wenn man nicht hypnotisiert werden will. Man kann also nicht gegen seinen Willen hypnotisiert werden.

Ein Hindernis kann die sprachliche Barriere sein. Hypnotische Suggestionen werden sprachlich vermittelt. Deshalb müssen sich Klient und Hypnotiseur hören und auch verstehen. Für gehörlose Menschen ist es darum nicht möglich bei mir eine Hypnose zu machen.

Bei gewissen psychische Erkrankungen (zB. Posttraumatische Belastungsstörung, Schizophrenie, Psychosen) ist Hypnose möglicherweise kontraindiziert. Gleiches gilt bei Epilepsie. Es hängt immer vom Einzelfall ab und muss die Hypnose jedenfalls entsprechend in einen Therapieprozess eingebettet und sensitiv geführt werden. Als Teil einer Therapie kann Hypnose dann ein wichtiges Element sein. Entsprechende Erfahrung des Therapeuten in der Planung der Hypnose und auch im Erkennen und Umgang mit möglicherweise entstehenden schwierigen Situationen (Auftreten einer Psychose, epileptischer Anfall, Retraumatisierung etc.) sich unbedingte Voraussetzung.

Wie fühle ich mich in Hypnose bzw. Trance?

Klienten beschreiben den Zustand in sehr tiefer Entspannung als sehr angenehm. Ein Gefühl von Leichtigkeit oder eine angenehme Schwere. Das Zeitempfinden in Trance kann verändert sein. In Trance verändern sich auch der Herzschlag, Sauerstoffaufnahme und Blutfluss sowie die Hauttemperatur. Dies kann als eine sehr harmonisierende Wirkung erlebt werden.

Mit entsprechenden Biofeedbackgeräten kann die Entspannung in Hypnose sogar gemessen und visualisiert werden.

Was geschieht mit mir, wenn ich in Hypnose bin?

In der Hypnose befindet sich der Klient in einem veränderten Bewusstseinszustand. Dieser Bewusstseinszustand wird Trance genannt.

Während der für Hypnose genutzten Trance ist man weder eingeschlafen noch bewusstlos, sondern voll aufnahmefähig.

Je nach Zielsetzung können sogar organische Vorgänge durch Hypnosetherapie beeinflusst werden.

Bin ich in Hypnose willenlos?

Suggestionen, welche der inneren Einstellung widersprechen, werden vom Unterbewusstsein nicht angenommen oder selbst angepasst.

Suggestionen, die vollkommen abgelehnt werden, weil sie eigenen Werten entgegenstehen, führen zu sehr abrupter Ablehnung, Verlust des Rapports und somit Beendigung der Trance.

Insofern entspricht der Wille des Klienten in Trance im besonderen Maße seinen eigenen Bedürfnissen und nicht jenen des Hypnotiseurs.

Kann ich in der Hypnose stecken bleiben?

Ein klares Nein!


Szenen aus Hollywood-Filmen förderten Mythen rund um das Thema Hypnose. So entstand vermutlich auch eine Furcht davor, dauerhaft in Hypnose bleiben zu müssen.

Mit der Beendigung des Rapports zwischen Klient und Hypnostiseur läuft die Trance aus.

Wirkt Hypnose sofort?

Immer wieder ist die Wirkung von Hypnose selbst für erfahrene Anwender erstaunlich.

Bei aller Begeisterung ist Hypnose keine Zauberei und es kann nicht erwartet werden, dass Probleme, die in jahrelangen therapeutischen Behandlungen nicht gelöst werden konnten, mit einem Fingerschnippen des Hypnotiseurs sofort verschwinden.

Hypnose stellt vielmehr einen, auf fundiertem Handwerk anstatt auf Magie, beruhenden Prozess dar. Ein Prozess, der für den Erfolg vor allem eine Kooperation von Klient und Hypnotiseur nutzt.

Kann die Wirkung von Hypnose garantiert werden?

Hypnose ist Arbeit mit Menschen. Wie bei allen Behandlungsformen reagieren Menschen ganz nach ihrer individuellen Persönlichkeit unterschiedlich auf Hypnose.

Entscheidend ist das eigene und richtige Mitwirken bzw. Wollen. Es gibt auch Menschen die Suggestionen nicht annehmen. Das kann auch bezogen auf den jeweiligen Kontext sein.

Da diese Umstände weder vorhersehbar noch beeinflussbar sind kann, ebenso wie bei jeder anderen Therapieform keine Garantie gegeben werden.